Ausschlag im Gesicht: Das kann dahinterstecken

19. Dezember 2020 | Schön von außen

Wer sich bei der Hautpflege nach dem Grundsatz „Viel hilft viel“ richtet, neigt dazu seine Haut zu überpflegen. Die Folge von übermäßiger oder auch falscher Pflege mit allerhand Waschlotionen, Cremes und Make-Up ist häufig ein Ausschlag im Gesicht, der als periorale Dermatitis bezeichnet wird. Diese Hautkrankheit ist zwar ungefährlich, für Betroffene aber dennoch sehr unangenehm. Wir erklären dir, woran man eine überpflegte Haut erkennen kann und wie du den pflegebedingten Ausschlag wieder loswerden kannst.

Ausschlag im Gesicht deuten

Eine periorale Dermatitis äußert sich durch eine gerötete, entzündliche Haut mit zahlreichen kleinen Knötchen oder Bläschen. Da diese Entzündungen vor allem im Mundbereich auftreten, wird dieser Ausschlag im Gesicht oft auch als Mundrose bezeichnet. Dennoch können auch weitere Gesichtspartien betroffen sein. Charakteristisch ist weiterhin ein dünner Rand um die Lippen, der von der Entzündung verschont bleibt. Die betroffenen Hautareale sind sehr trocken und spannen. Gegebenenfalls kommt es auch zu einer leichten Schuppenbildung.

Wie und wodurch entsteht eine periorale Dermatitis?

Eine Mundrose kann Stress- oder auch Hormonbedingt entstehen. Der häufigste Auslöser ist jedoch ein übermäßiger Gebrauch von zu vielen oder für den Hauttyp ungeeigneten Kosmetikprodukten. Auch ein häufiger Wechsel von Hautpflegeprodukten kann eine periorale Dermatitis begünstigen. Betroffen sind zumeist Frauen jüngeren bis mittleren Alters, die bereits eine sensible Haut oder Allergien haben. Durch zu viel reichhaltige Pflege kommt es zu einer Art „Überfeuchtung“ der Haut. Die Hornschicht quillt auf und es entsteht ein Feuchtigkeitsverlust. Zudem wird die natürliche Barrierefunktion gestört. Infolgedessen wird die Haut empfindlich und trocken. Die Betroffenen haben nun das Bedürfnis noch mehr Pflege zu verwenden, wodurch sich der Ausschlag im Gesicht jedoch nur weiter verstärkt – ein Teufelskreis.

Ausschlag im Gesicht behandeln

Von einer Selbstdiagnose und vor allem einer Selbstmedikation mit Cremes und Salben sollte in jedem Fall abgesehen werden, da diese die Beschwerden lediglich verschlimmern würden. Da es sich gegebenenfalls auch um Neurodermitis, Rosazea oder eine Form von Akne handeln kann, sollte der Hautausschlag in einer dermatologischen Praxis untersucht werden.

Die erfolgversprechendste Behandlung einer perioralen Dermatitis ist eine Nulltherapie. Das bedeutet, dass über mehrere Wochen auf jegliche Hautpflege- und Kosmetikprodukte verzichtet wird. Im Idealfall wird die Haut nur mit Wasser gewaschen und allenfalls eine medizinische Hautpflege vom Dermatologen verwendet. Linderung der Beschwerden verschaffen in dieser Zeit beispielsweise kalte Kompressen mit Schwarztee. Auch wenn zunächst eine Anfangsverschlechterung des Ausschlags eintritt, sollte der irritierten Haut eine konsequente Ruhepause gegönnt werden. Nach etwa vier bis sechs Wochen heilt der Ausschlag im Gesicht in der Regel narbenlos ab. 

Hautausschlag durch Überpflegung vorbeugen

Um einen Ausschlag im Gesicht durch überpflegte Haut zu vermeiden, solltest du nicht zu viele Pflegeprodukte verwenden. Besonders reichhaltige Cremes und Masken können und sollten lediglich wöchentlich angewendet werden.  Darüber hinaus lohnt es sich, deiner Haut ab und zu eine Auszeit von Make-Up und Co. zu gönnen, sodass eine periorale Dermatitis erst gar nicht entstehen kann.

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