Ein Gastbeitrag von Bloggerin Rebecca Lina

Ich denke, wir kennen es alle: drei Klicks zum kleinen Glück. Es ist tatsächlich wissenschaftlich erwiesen, dass Konsum glücklich macht, aber eben kurzfristig. Für die kurze Befriedigung oder aber die Suche nach dem Glücksgefühl. Wir sind täglich vielen Konsum orientierten Reizen ausgesetzt, somit ist es ein Leichtes dem Kaufimpuls nachzugehen, ohne weiter darüber nachzudenken. So kaufen wir oft nur, um zu besitzen, den Warenkorb füllen des Kaufens willen – ob wir die Dinge tatsächlich brauchen, ist Nebensache. Hier kommen sieben Tipps, um diesen Impuls einfach mal zu widerstehen.

Tipp 1: Gehe in den stationären Handel und vermeide Online-Einkäufe

Es hilft auf jeden Fall, in richtigen Läden einzukaufen und sich die Dinge genau anzusehen, die man einkaufen möchte. Sich gegebenenfalls beraten zu lassen, um Fehlkäufe zu vermeiden. Wenn ich beispielsweise Kosmetik kaufe, gehe ich gerne ins Reformhaus, um mich dort fachkundig beraten zu lassen. Lebensmittel kaufe ich gerne im Bioladen und Kleidung in kleinen Läden mit ausgesuchter nachhaltiger Kleidung. Bevor du einkaufen gehst, schreibe dir eine Liste mit den Dingen, die du wirklich brauchst – gehe auch nur dann los, wenn du wirklich Lebensmittel, Kosmetik etc. brauchst. Das Listen schreiben hilft übrigens auch bei Online-Einkäufen! So suchst du dir dann gezielt auch nur diese Dinge aus.

Tipp 2: Erlebnisse erfüllen dich nachhaltig mit Glücksgefühlen

Erlebnisse machen uns langfristig glücklich! Ein kleines Beispiel: Vor kurzem haben wir einen Familienausflug gemacht und sind durch ein nahegelegenes Naturschutzgebiet gewandert, dabei entdeckten wir ein wenig versteckt mitten im Wald einen Kletterpark für kleine Kinder. Wir haben dort einige Stunden verbracht, sind auf Bäume geklettert und haben einfach nur den Moment genossen. Auf dem Rückweg fand unser Sohn noch eine Schwanenfeder. Dieses schöne Erlebnis klingt in uns allen nach. Täglich sehe ich die schöne Feder und freue mich darüber. Dieses Erlebnis ist gerade für unsere Kinder viel, viel nachhaltiger als das 100ste Schleichtier aus dem Spielzeugladen.

Tipp 3: Frage dich bewusst „Brauche ich das wirklich?“

Manifestieren und positive Affirmation sind gerade in aller Munde! Diese Gedankenkraft kann auch anders genutzt werden. Mal angenommen, deine Lieblings-Influencerin zeigt eine schöne Jeans in ihrer Story. Du denkst dir: Die möchte ich auch haben! Soweit so gut. Nun gehe diesem Bedürfnis doch mal nach. Schließe die Augen, stelle dir vor wie du dieses Kleidungsstück trägst, wie fühlt es sich an, passt der Schnitt zu deiner Figur? Gehe gedanklich durch deinen Kleiderschrank und überlege dir welche deiner Blusen und Shirts dazu passen würden, hast du vielleicht schon ein ähnliches Modell im Kleiderschrank?

Es kann helfen, sich detailliert vorzustellen, wie es wäre, bestimmte Dinge zu besitzen. So findest du heraus, ob du sie tatsächlich brauchst. Gehe beim Einkaufen keinen Kompromiss ein und kaufe nur, was dich vollständig überzeugt. Gerade beim Kleiderkauf macht es mehr Sinn, im Laden um die Ecke zu kaufen und nicht online, somit spart man sich blöde Retouren und schont die Umwelt.

Tipp 4: Es ist genug für alle da!

Gerade in den Sozialen Medien fällt mir immer mal wieder auf wie eine Art Verkaufsdruck aufgebaut wird indem mit limitierten Produktserien, Rabatt Codes oder Angeboten geworben wird, die auf einen kurzen Zeitraum begrenzt sind. So haben wir immer das Gefühl schnell sein zu müssen oder gar dieses tolle Angebot zu verpassen. Wenn uns suggeriert wird ein Produkt ist fast ausverkauft oder aber es gibt nur heute 40 Prozent Rabatt, legt sich in unserem Kopf ein Schalter um der uns sagt kaufen, kaufen, kaufen. Mach dir bei solchen Angeboten bewusst, dass es reines Marketing ist, überlege dir genau ob du das Produkt wirklich brauchst, gehe in dich und überlege dir was passieren würde, wenn du die fancy Haarmaske nun nicht hast. Genau – nichts! Die gute Nachricht ist, Rabatte wird es immer geben. Solltest du also nach Wochen immer noch das Gefühl haben dieses oder jenes Produkt haben zu müssen, wird sich eine Möglichkeit finden. Gerade im Bereich Kosmetik und Nahrungsergänzungen werden einem in den sozialen Medien täglich eine große Bandbreite an Produkten angeboten – hier lohnt es sich genau hinzuschauen. Denn nicht alles ist Bio, vegan und nachhaltig produziert. Ich setze in dem Fall lieber auf Traditionsfirmen, wie z.B. Hübner. Da weiß ich, dass die Inhaltsstoffe wirklich alle sicher sind. Es wird nicht im Ausland produziert, sondern wird in Deutschland gefertigt. Hinter dieser Firma stehen Menschen mit einem großen Erfahrungsschatz, die sich wirklich Gedanken um die Gesundheit der Menschen machen.

Tipp 5: Bezahle mit Bargeld

Der Griff zu EC- oder Kredit-Karte ist so schön einfach! Man merkt fast gar nicht wie einem das Geld durch die Finger rinnt. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man im Urlaub mit viel Bargeld in der Tasche viel bewusster umrechnet, rechnet und auch einkauft? Ein simpler Trick, um weniger zu konsumieren lautet daher: beim Shoppen immer mit Bargeld zahlen. So behält man den Überblick über die reinen Ausgaben, und im besten Fall lässt man auch mal ein Produkt im Laden stehen, da es eigentlich gar nicht gebraucht wird.

Tipp 6: Konsumiere ökologisch und regional

Regional zu kaufen ist schon mal ein guter Anfang! Versuche dich für umwelt- und sozialverträglich hergestellte Produkte zu entscheiden. Ein nachhaltiges Leben geht einher mit Produkten aus nachhaltiger Produktion. Die Rohmaterialien solcher Produkte sind oft hochwertiger als die von konventionellen Produkten. Es werden faire Löhne gezahlt, die Produkte werden sauber verarbeitet und haben deshalb häufig eine bessere Qualität. Lieber einmal etwas Hochwertiges kaufen als 3 x minderwertige Produkte, die dann im Müll landen.  Es gibt so viele hochwertige Produkte direkt um die Ecke. Silicea aus dem Schwarzwald von Hübner, Ätherische Öle aus dem Allgäu, Holzspielzeug aus Baden-Württemberg.

Tipp 7: Geduldiges warten: Wunschzettel erstellen

Wie schon eben erwähnt. Lass dir Zeit! Manchmal hilft es, Dinge nicht sofort zu kaufen. Schreibe sie auf einen Wunschzettel und überprüfe immer mal wieder ob der Wunsch eine Momentaufnahme war oder immer noch existent. Deine Wunschliste kannst du dann regelmäßig ergänzen und bearbeiten. Du wirst sehen, oft gibt es Dinge, die du nach ein paar Tagen wieder von der Liste streichst. Dann ist der erste Kaufimpuls überwunden und du kannst rationaler entscheiden.

Ich hoffe diese Tipps haben dir ein wenig geholfen und ich bin gespannt wie sich dein Leben ändern wird, wenn ihr den einen oder anderen Tipp in euren Alltag integriert. Du wirst mit der Zeit merken, dass du dein Leben bewusster lebst. Das Nachdenken über die eigenen Konsumgewohnheiten verändert praktisch das ganze Leben. Du wirst deine regionalen Bio Lebensmittel ganz bewusst geniessen, oder aber die Erlebnisse, die du dir erschaffst, viel mehr wertschätzen.

Alles Liebe, Rebecca Lina