Die Kopfhaut juckt?

5. Oktober 2019 | Schön von außen

Das hilft gegen trockene Kopfhaut im Winter

So langsam wird das Wetter richtig ungemütlich. Draußen wird die Luft immer kälter und drinnen wird die Heizung angemacht. Unser Körper ist in Herbst und Winter vielen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Und das ist vor allem eine Herausforderung für die Haut: In Deutschland ist fast jeder Zweite von trockener Haut im Winter betroffen.1 Während Stellen wie Gesicht oder Hände dann viel Aufmerksamkeit bekommen, wird die Kopfhaut oft vernachlässigt und trocknet aus.

Darum trocknet die Kopfhaut aus

Trockene Kopfhaut entsteht in erster Linie durch zu wenig Talg sowie fehlende Feuchtigkeit. Üblicherweise produzieren Talgdrüsen in der Haut den Hauttalg, also Fette (auch Lipid genannt). Zusammen mit der Feuchtigkeit aus den Poren bildet sich ein Säureschutzmantel. Dieser Schutzmantel wird auch Hydro-Lipid-Schicht bezeichnet. Trocknet die Haut aus, fehlt ihr an Feuchtigkeit oder Hauttalg und der Schutzmantel kann sich nicht ausreichend auf der Haut verteilen. Die Folgen: Sie spannt, juckt und auch Schuppen können entstehen.

Das können die Gründe trockener Kopfhaut im Winter sein:

  • Kalte Luft,
  • trockene Heizungsluft,
  • (zu) heiße Duschen,
  • heißes Föhnen,
  • Haarspray,
  • Nutzung von Lockenstab oder Glätteisen,
  • Häufiges Tragen von Mützen und Kapuzen.

Ist die Kopfhaut unter anderem diesen Faktoren ausgesetzt, wird jede Berührung der Kopfhaut unangenehm und Mützen oder Kapuzen fördern den Juckreiz zusätzlich.

7 Tipps gegen trockene Kopfhaut im Winter

Was viele nicht wissen: Auch die Haarstruktur leidet, wenn man sich nicht gut um die Kopfhaut kümmert. Um also sowohl den Haaren, als auch der Kopfhaut etwas Gutes zu tun, sollte man ein paar Tipps beherzigen:

Tipp 1

Die Kopfhaut vor der Dusche mit einer weichen Naturbürste massieren. So wird überschüssiges Öl, Haarprodukte und Hautzellen entfernt. Bürsten massiert zudem das tiefere Bindegewebe der Kopfhaut und regt damit die Durchblutung an. Die richtige Bürste ist dabei das A und O. Am besten eignet sich dafür eine Bürste aus natürlichen Wildschweinborsten. Im Vergleich zu Metall- oder Kunststoffbürsten schont sie die Kopfhaut und ist gleichzeitig ein Entwirrungskünstler.

Tipp 2

Die Haare nicht zu heiß waschen – und nur dann, wenn das Shampoo ausgewaschen werden musst. Wenn möglich, solltest du auch auf den heißen Fön verzichten. Es ist haarschonender, wenn die Haare sanft mit einem Handtuch abgerieben werden und danach an der Luft trocknen.

Tipp 3

Ein mildes Shampoo benutzen. Es gibt spezielle Shampoos gegen trockene Kopfhaut. Diese reizen die Kopfhaut nicht so stark und pflegen sie mit natürlichen Wirkstoffen. Dabei wäre es gut, wenn du Haarprodukte mit Silikonen vermeidest: Silikone legen sich wie ein Mantel um die Haare und können vor allem bei dünnen, brüchigen Haaren die Kopfhaut reizen und somit Juckreiz, Rötungen und Schuppenbildung verursachen.

Tipp 4

Regelmäßige Haarmasken helfen dabei, die Kopfhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Hierfür eignen sich natürliche Öle, zum Beispiel Kokosöl, Olivenöl, oder auch Mandelöl. Das Öl kann leicht erwärmt direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Eingewickelt in ein Handtuch sollte es mindestens 45 Minuten einwirken. Die Haarmaske ist eine wahre Wohltat für Kopfhaut und Haare.

Tipp 5

Auf einen gesunden Lebensstil achten. Was allgemein für den Körper wichtig ist, tut auch der Kopfhaut gut. Vor allem eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse pflegt die Kopfhaut und kann so das Haarwachstum stärken. Im Winter sind zum Beispiel Rosenkohl, Grünkohl, rote Beete oder Steckrüben Lebensmittel mit wichtigen Nährstoffen.

Tipp 6

Auch wenn wir uns bei Kälte immer schön warmhalten wollen und uns dick einpacken, ist es hilfreich, nicht zu häufig eine Mütze zu tragen. Diese reibt an der Kopfhaut und kann zusätzliche Reizungen verursachen und die Schuppenbildung fördern.

Tipp 7

Wer zusätzlich etwas für schöne Haut und Haare tun möchte, sollte zu Silicium greifen. Durch Silicium werden der Nährstofftransport zu den einzelnen Zellen und ein gesunder Zell-Stoffwechsel unterstützt. Die Feuchtigkeit erhöht sich und es wird eine höhere Anzahl von Kollagen- und Elastin-Fasern gebildet. Silicium-Gel ist im Reformwarenfachhandel, in der Drogerie und Online erhältlich.

1https://de.statista.com/statistik/daten/studie/270815/umfrage/winterbedingte-hautprobleme-bei-maennern-und-frauen-in-deutschland/

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