Deshalb sollten wir mehr auf unsere innere Mitte achten

Andrea Sokol ist ganzheitliche Ernährungsberaterin und YouTuberin. Sie erklärt uns in diesem Gastbeitrag, wieso unser Darm mehr als nur ein Verdauungsorgan ist, was Hirn und Darm miteinander zu tun haben und wieso wir immer auf einen gesunden Magen-Darm-Trakt achten sollten.


Eng miteinander verknüpft: die Darm-Hirn-Achse

Auch wenn wir es nicht immer bewusst wahrnehmen, stehen unser Hirn und unser Darm im ständigen Austausch miteinander. Dabei sendet nicht nur das Gehirn Botschaften an den Darm, auch umgekehrt gibt die untere Etage Signale nach oben ab. In und um unseren Darm herum befindet sich sogar ein eigenes Nervenzellsystem: Es besteht aus mehr als 100 Millionen Nervenzellen und liegt zwischen den Muskelschichten in der Darmwand. Diese Nervenzellen können Reize empfangen, verarbeiten und senden, weshalb der Darm auch als „Bauchhirn“ bezeichnet wird. Dabei ist der Darm ein echtes Sensibelchen. Denn er reagiert oft unmittelbar auf Gefühle wie Stress, Angst oder Nervosität. Das erklärt, wieso man in emotionalen Momenten (z.B. einer Prüfungssituation) öfters Bauchgrummeln hat, oder schlechte Laune bekommt, wenn man hungrig ist.

Der Darm als wichtiger Teil des Immunsystems

Wo genau sitzt eigentlich unser Immunsystem? Die Antwort, die nur wenige kennen: Zum Großteil im Darm, genauer gesagt im Dünn- und Dickdarm. Hier befinden sich etwa 70 Prozent der Immunzellen – und rund 80 Prozent aller Abwehrreaktionen finden hier statt. Die im Verdauungstrakt angesiedelte Immunabwehr hat sogar eine eigene Bezeichnung: Das Darm-assoziierte Immunsystem (gut-associated lymphoid tissue), kurz GALT. Das bedeutet, dass ein intakter Darm ausschlaggebend für unsere gesamte Gesundheit ist und wir stets gut auf ihn achten sollten.

Was, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät?

Wenn die Abläufe in unserem Magen-Darm-System durcheinandergeraten, kann unser Verdauungssystem vielen wichtigen Aufgaben nicht mehr richtig nachgehen. Die Folgen sind dann häufig Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Erbrechen oder Durchfall. Dann gilt es, die Symptome zu lindern und Magen und Darm bei der Regeneration zu unterstützen – und zwar am besten erstmal auf natürliche Weise. Bei leichten Magen-Darm-Beschwerden setze ich beispielsweise seit vielen Jahren auf Silicium-Gel. Das hat mir schon meine Mutter empfohlen, wenn es im Bauch gegrummelt und gezwickt hat.

So wirkt Silicium im Magen-Darm-Trakt

Das macht Silicium-Gel, z.B. silicea Magen-Darm-Gel, zu einem beliebten Mittel bei Bauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Darüber hinaus kann Kieselsäure-Gel bei Blähungen und Völlegefühl Abhilfe schaffen, da es auch Gase bindet und sanft aus dem Körper trägt. So kann Silicium-Gel uns auf ganz natürlichem Wege wieder zu einem guten Bauchgefühl verhelfen – was sich rasch auf das gesamte Wohlbefinden auswirkt.