Welcher Haartyp bin ich?

1. August 2018 | Schön von außen

Haartyp bestimmen und Haare richtig pflegen

Ob glattes Haar, lockige Mähne oder sanfte Wellen – es gibt nicht nur nach außen hin viele Haartypen, auch die Haarstruktur spielt bei der Pflege eine wichtige Rolle. Will man immer das haben, was man selbst nicht hat? Vielleicht. Aber viel wichtiger ist doch die Frage: Wie pflege ich meine Haare richtig?

Falls du immer noch beim ersten Satz hängen geblieben bist und versuchst, deine Haare in eine der drei Kategorien einzuordnen: keine Sorge, hier kommt eine Übersicht.

Haartypen nach Andre Walker

Andre Walker – amerikanischer Friseur und persönlicher Haarstylist von Oprah Winfrey – hat eine allgemeine Matrix erstellt für die Unterteilung von 4 verschiedenen Haartypen:

Typ 1: glattes Haar
Du hast absolut glattes Haar, was sich nur schwer locken lässt, keine bis wenig Bewegung hat und in manchen Fällen nur ganz leichte Wellen im Bereich Nacken und Schläfe aufweist? Dann gehörst du eindeutig zu Typ 1.

Typ 2: welliges Haar
Du hast lockere bis gestreckte Wellen (wie bei nass geflochtenem Haar) bis leichte vereinzelte Locken und deine Haare sind manchmal kraus? Dann hast du welliges Haar.

Typ 3: lockiges Haar
Du hast große bis enge Spirallocken/Korkenzieherlocken? Dann bist du eindeutig Typ 3.

Typ 4: sehr lockiges Haar 
Das Haar weist sehr enge Locken auf (S-Muster) oder sogar leichte bis grobe Knicke (Z-Muster) und lässt sich nur schwer stylen. Dann gehören du und deine Superlocken zu Typ 4.

Habe ich dünnes oder dickes Haar?

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die Haardicke. Hier gibt es die Einteilung zwischen fein, mittel und grob. Mithilfe spezieller Haarmessgeräte kannst du deine Haardicke beim Friseur bestimmen lassen oder aber du misst den Umfang deines Zopfes.

Feines Haar weist eine Dicke zwischen 0,01mm–0,04mm auf. Wenn man es zwischen den Fingern hin- und herrollt, fühlt es sich fast seidig an. Zopfumfang: weniger als 5 cm.

Mittleres Haar hat einen Durchmesser von 0,05mm–0,07mm und fühlt sich zwar nicht mehr so seidig an, ist aber dennoch zwischen den Fingern nur schwer sichtbar und leicht von der Textur. Der Pferdeschwanz ist zwischen 5 und 10 cm dick.

Grobes Haar hast du, wenn es mind. 0,08mm dick ist. Die einzelne Strähne ist gut sichtbar und fühlt sich rau und drahtig an. Dein Zopf hat einen Umfang von mehr als 10 cm.

Haare richtig pflegen

Die richtige Haarpflege hängt natürlich stark davon ab, welcher Haartyp du bist, deswegen ist es wichtig, sich vorher gründlich Gedanken über die Haarstruktur und die individuellen Bedürfnisse deiner Haare zu machen.

Einen Tipp schonmal vorab: Wer seine Haarstruktur generell kräftigen möchte, kann das von innen tun – mit dem Spurenelement Silicium. Es fördert den Zellaufbau in den Haaren und ist für jedes Haar gleich gut geeignet. Als schöner Nebeneffekt ist Silicium auch gut für Haut und Nägel. Besonders nach einer dreimonatigen Kur sind erste Auswirkungen deutlich zu sehen.

Pflege-Tipps für feines und glattes Haar

Haare waschen

Glattes und feines Haar wird generell schneller fettig als lockiges Haar. Dennoch sollte man versuchen es nicht jeden Tag zu waschen und auch keine reichhaltige Pflege zu benutzen. Shampoos können gerne mit etwas Wasser verdünnt werden – 1x shampoonieren reicht bei feinem Haar übrigens aus. Am Ende alle Haarprodukte gut ausspülen, damit es nach der Wäsche nicht fettig aussieht.

Häufig Spitzen schneiden

Ein regelmäßiger Schnitt beugt die Spaltung der Spitzen vor und lässt das Haar optisch etwas stärker wirken. Nach Beratung beim Friseur könnte man auch darüber nachdenken, die Haare etwas kürzer zu tragen. Denn je länger sie sind, desto dünner können sie in den Spitzen werden. Das gilt sowohl für Typ 1 als auch für Typ 2.

Haar stärken und unterstützen

Zum Beispiel mit Haartonikums oder Masken, die die Kopfhaut pflegen und sie mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Tipp: Die Haarmaske einfach vor der Wäsche ins trockene Haar einmassieren, damit Wasser die Aufnahme der Nährstoffe nicht verhindert – danach wie gewohnt auswaschen.

Beim Styling aufpassen

Wer sein Haar glätten oder locken möchte, tut das am besten auf der niedrigsten Stufe des Glätteisens und benutzt vorher in jedem Fall einen Hitzeschutz. Haare föhnen eignet sich am besten über Kopf – das verleiht den Haaren mehr Volumen und sie liegen nicht zu sehr auf der Kopfhaut an.

Pflege-Tipps für lockiges Haar

Klarer Vorteil von lockigem Haar: es liegt nicht so sehr an der Kopfhaut an, sodass es wesentlich langsamer fettig wird und mehr Glanz hat. Daraus resultiert aber auch, dass lockiges bis welliges Haar insgesamt mehr Feuchtigkeit braucht und besonders gepflegt werden muss – ganz egal ob du zu Typ 2, 3 oder 4 gehörst. Lockiges Haar ist im Gegensatz zu glattem auch von Natur aus anfälliger für Frizz und ist auch schneller strapaziert. Auch ist die Entstehung von kleinen abstehenden Härchen bei lockigem Haar genetisch bedingt.

Haare mit Feuchtigkeit versorgen

Lockige Haare sind von Natur aus trockener als glatte Haare. Daher lohnen sich regelmäßige Haarkuren mit reichlich Feuchtigkeit – besonders gut funktionieren Stay-in-Öle nach jeder Haarwäsche. Gerade in heißen Sommermonaten und im Winter bei Heizungsluft ist zusätzliche Feuchtigkeit ein Muss. Das gilt sowohl für welliges Haar (Typ 2) als auch für lockiges (Typ 3).

Besonderer Haarschnitt

Ein regelmäßiger Spitzenschnitt macht sich bei Locken besonders bemerkbar! Sie fallen oder – je nach Lockenform – springen wieder schön auf und glänzen. Wer sie noch etwas mehr „herausfordern“ möchte, lässt sich Stufen schneiden.

Haare vor Hitze schützen

Glückwunsch an alle, die ihre Haare einfach lufttrockenen lassen können und so mit einer tollen Mähne durch den Tag gehen. Herrlich! Um aber tolle Locken zu haben, müssen viele den Diffuser nutzen. Gute Idee – aber auch hier bitte wieder mit ausreichend Pflege. Davor am besten ein Kombi-Produkt mit Hitzeschutz und Locken-Pflege anwenden. Und auch nach dem Trocknen eine nicht fettenden Öl-Pflege in die Lockenpracht einkneten.

Pflege-Tipps für gefärbtes Haar

Spezielle Haarshampoos verwenden

Shampoos, die auf coloriertes Haar ausgelegt sind, wirken in der Reinigung sanfter. Heißt, dass das Haar nicht so schnell stumpf wird und der Farbglanz länger erhalten bleibt.

Hitze meiden

Generell gilt: Vor dem Stylen mit Föhn oder Glätteisen immer einen Hitzeschutz zu verwenden – doch erst recht bei gefärbtem Haar. Meist ist die Haarstruktur durch das Färben oder Tönen schon so angegriffen, dass man sie durch ungefilterte Hitze nicht noch zusätzlich strapazieren sollte.

Häufiges Haarewaschen vermeiden

Warte nach einer Coloration so lange es geht, bis du dir wieder die Haare wäschst – so hält sie länger. Bei gefärbtem Haar kann sich die Farbe nach jeder Wäsche noch etwas verändern, bis sie ihren endgültigen Ton erreicht hat. Das kann der Friseur aber gut einschätzen.

Du hast heute einen Bad-Hair-Day und kriegst deine Haare so gar nicht in den Griff? Hier erfährst du, welche Tipps und Tricks es gibt, um deine Haare zu bändigen.

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