Was in Sachen Nagel-Trends schön ist, ist absolut Geschmackssache: Die einen mögen ihre Fingernägel kurz und unlackiert, die anderen künstlich und bunt und wieder andere lang, aber dafür natürlich. Eine Sache ist wohl jedoch nicht verhandelbar, und das ist das gepflegte Aussehen der Nägel. Denn gerade lange Fingernägel sind sehr pflegebedürftig und sehen schnell unansehnlich aus. Hier gilt im Grunde dasselbe wie bei langen Haaren: lang muss gepflegt werden, aber bitte nicht um jeden Preis. Doch wie bekommt man schöne und vor allem gesunde lange Fingernägel? Wir erklären es dir.

Woher kommt das Schönheitsideal?

Kaum zu glauben, aber schon Kleopatra hat sich ihre Nägel künstlich verlängert. Sie nutzte dafür Porzellanpulver und ein Fixierungsmittel. Wenn man weiter schaut, geht der Trend zu langen Fingernägeln weiter: Nach verschiedenen zwischenzeitlichen Behelfsmitteln kam 1934 in Chicago der erste offizielle Kunstnagel raus, um die eigenen Nägel zu verlängern und zu verschönern. Es war ein Zahnarzt, der seinen Patienten so das Nägelkauen abgewöhnen, bzw. helfen wollte, die Zeit bis dahin zu überbrücken.

Wie ist der Nagel eigentlich aufgebaut?

Der Fingernagel, wie du ihn an deiner Fingerkuppe siehst, besteht aus Nagelwurzel, -platte und -bett. Im Grunde sind die Nägel an Händen und Füßen Verlängerungen der Haut, die aus verhärteten Hautzellen und Keratin bestehen. Obwohl der Nagel durchschnittlich circa 75 mm dick ist, bleibt er immer noch biegsam. (Fast) jeder Nagel hat außerdem den weißlichen Halbmond am Nagelbett, der den schönen Namen Lunula (lat. Möndchen) trägt. An dieser Stelle wird das Nagelbett von der Nagelwurzel überdeckt.

Silicium: Must-have für lange Fingernägel

Silicium sorgt in jeder Körperzelle für Aufbau und Wachstum. Ein Mangel an dem Spurenelement kann sich beispielsweise an dünnen und brüchigen Nägeln zeigen. Wer gerne lange Fingernägel trägt, die robust sind und einen aktiven Alltag aushalten, sollte seinen Zellen eine extra Portion Silicium gönnen. Doch man braucht Geduld: Eine Silicium-Kur – am besten in Gel-Form – sollte drei Monate durchgeführt werden, um die Zellen ausreichend zu versorgen und eine Besserung an den Nägeln zu bemerken. Außerdem wachsen unsere Nägel im Durchschnitt gerade mal 36 Millimeter pro Jahr, daher sollten wir keine allzu schnellen Ergebnisse erwarten.

Silicium-Kur für starke Nägel

Bei dünnen, weichen Nägeln: 3x im Jahr für zwei Monate: Kräftigt und baut die Nägel wieder auf.

Bei trockenen, brüchigen Nägeln: Regelmäßige Handbäder mit ein paar Spritzern Silicium-Gel: Gibt die fehlende Feuchtigkeit zurück.

Wer schon starke und feste Fingernägel hat, kann ihnen 3x im Jahr mit einer vier Wochen-Kur was Gutes tun.


Mehr Tipps für gesunde Fingernägel und schöne Hände

UnbedingtBesser nicht
Für die Nacht ein parfumfreies Nagelöl in das Nagelbett einmassieren.Putzen und Spülen ohne Gummihandschuhe!
Zum Schlafengehen eine Handmaske auftragen und unter einem Baumwollhandschuh einwirken lassen.Nagelhaut selbst zurückschneiden.
Die Nährstoffversorgung der Nägel mit Silicium unterstützen. Eine drei monatige Kur-Einnahme gibt ihnen Stabilität und Widerstandkraft zurück.Gel-Nägel und Long-Lasting-Nagellacke ohne Pause tragen.

Finger-Übungen für schöne Hände

Wie wir wissen, muss die Versorgung mit Nährstoffen bis in die Fingerspitzen stimmen, damit die Nägel lang und kräftig wachsen können. Damit diese dann auch ankommen, ist eine gute Durchblutung wichtig. Mit diesen einfachen Finger-Übungen kannst du deine Durchblutung ganz nebenbei ankurbeln:

  1. Faust und auf: Balle die Hand zu einer Faust und strecke die Finger dann wieder aus. Hierbei kann man verschieden variieren: Einmal die Finger direkt einklappen und beim nächsten Mal die einzelnen Finger fließend vom kleinen Finger angefangen in der Faust „verstecken“. Jeweils mal mit mehr, dann mit weniger Kraft.
  2. Finderglieder einklappen: Wieder beim kleinen Finger angefangen, klappst du die einzelnen Glieder der Finger nach und nach ein, bis die Hand zu einer Faust geballt ist. Wenn es für dich einfacher ist, kannst du natürlich auch mit dem Daumen beginnen. Die kleinen Gelenke sollten jedoch so viel wie geht arbeiten.
  3. Fingerspitzen tippen: Der Daumen berührt nach einander die anderen Finger – mal nur die obere Spitze, mal die ganze Fingerkuppe.