Die Mutter-Tochter-Beziehung: Eine ganz besondere Verbindung

11. Mai 2020 | Schön von innen

Interview mit Julia Nentwich von Merci Maman

Hallo, Julia! Stell dich und Merci Maman doch mal kurz vor. Was macht ihr genau und wieso liegt euch eure Arbeit so am Herzen?

Sehr gerne! Wir sind ein kleines Schmucklabel, das sich auf hochwertigen Modeschmuck mit handgravierten Personalisierungen spezialisiert hat. Die Idee und das Unternehmen entstanden am Küchentisch unserer Gründerin, Béatrice de Montille, die 2007 in Großbritannien noch vergeblich nach emotionalen Geschenken zur Geburt gesucht hat. Seitdem wir auch von berühmten Mamas wie Kate Middleton, der Duchess von Cambridge, getragen werden, konnten wir in vielen weiteren Ländern wie zum Beispiel in Deutschland und Österreich durchstarten. Unser Team liebt es, jeden Tag Teil der liebevoll erzählten Geschichten unserer Kundinnen, auf unseren handgravierten Schmuckstücken, zu werden. Oft erfahren wir vor allen anderen das Geschlecht oder den Namen von den Babys unserer Kundinnen, von geplanten Verlobungen oder Überraschungspartys – einfach ein unbeschreibliches Gefühl, diese einzigartigen Momente mit zu erleben.

Wie kann Schmuck die besondere Verbindung zwischen zwei geliebten Menschen feiern und festigen?

Schmuck gilt seit Jahrtausenden als wichtiges Symbol für Liebe, Freundschaft und Zuneigung. Er ist etwas, dass uns immer an die Person erinnert, von der wir den Schmuck erhalten haben oder einen Meilenstein, den wir mit einem Geschenk an uns selbst zelebrieren. Für mich bieten unsere Schmuckstücke die Möglichkeit, den anderen immer nah am Herzen zu tragen, auch wenn man beispielsweise räumlich getrennt ist. Dies wird uns auch von vielen Mamas bestätigt, die ihre Halsketten mit den Namen ihrer Kinder gar nicht mehr abnehmen möchten, da sie ihnen so viel bedeuten. Generell finde ich die Vorstellung sehr schön, mit Liebe und Stolz auf die eigene Schmuckkollektion blicken zu können, die an all die wundervollen Momente und Menschen erinnert, die unser Leben bereichern.

Ihr bei Merci Maman habt viele Mamas im Unternehmen, denen ihr es ermöglicht, Job und Familie unter einen Hut zu bringen – wieso ist euch das so wichtig und was tut ihr dafür?

Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Team zu fast 50 Prozent aus Müttern besteht. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein großer Teil unserer Unternehmensgeschichte. Als Merci Maman in 2007 gegründet wurde, nach der Geburt von Beátrices zweiten Kind, hat unsere Gründerin leider erfahren müssen, dass ihr damaliger Arbeitgeber ihren Wunsch auf flexible Arbeitsstunden nicht erfüllen wird. Das hat sie darin bestärkt, ihr eigenes Unternehmen nicht nur familienfreundlich zu gestalten, sondern es zu einem Umfeld zu machen, in dem Mütter gefördert werden, beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten und den Rückhalt im Team, wenn die Kinder krank werden, kurzfristig abgeholt werden müssen etc.

Kaum eine Person kennt einen länger und besser als die eigene Mutter. Daher sind Mamas Ratschläge meist sehr gefragt. Kennst du das? Und was waren die drei wertvollsten Ratschläge, die du bisher von deiner Mutter erhalten hast?

Definitiv – meine Mama und ich sind uns sehr nah. Sie ist ein großes Vorbild für mich und hat für mich immer ein offenes Ohr. Ich habe von ihr gelernt…

… ehrliches Interesse an meinem Mitmenschen zu zeigen und offen auf sie zuzugehen. Meine Mama ist eine Person, die leicht mit Menschen ins Gespräch kommt und so viel über deren Geschichte erfährt.

… wie wichtig „Self Care“ ist. Ich kann mich immer noch gut daran erinnern, wie ich als Kind fasziniert bei ihren kleinen Self Care Ritualen zugeschaut habe, wie beispielsweise Mini Facials im Badezimmer, Yoga und meditativem Arbeiten im Garten. Durch sie habe ich auch silicea kennengelernt. Damals stand der Hübner Original silicea Balsam immer im Seitenteil vom Kühlschrank. Meine Mutter hat mir schon früh beigebracht, auf meinen Körper und mein Bindegewebe zu achten und es regelmäßig zu stärken.

… zu reisen und die Welt zu erkunden. In echter Superwoman Manier hat meine Mama schon als sehr junge Frau längere Zeit in anderen Ländern gelebt, ist viel gereist und hat sich dann im multikulturellen Berlin niedergelassen. Durch sie hatte ich schon früh Kontakt mit verschiedensten Kulturen und Sprachen, wofür ich ihr heute sehr dankbar bin.

Für viele ist es aktuell schwierig zu verkraften, dass sie ihre Familie, insbesondere ihre Mutter nicht persönlich sehen, sprechen und in den Arm nehmen zu können. Hast du Tipps, um diese Zeiten gut zu überstehen und wie man die Beziehung dennoch aufrechterhalten kann?

Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen. Ich habe meine Eltern zuletzt vor mehr als zwei Monaten gesehen und es ist ein komisches Gefühl, sich nicht zu sehen, obwohl wir in derselben Stadt leben. Glücklicherweise gibt es so viele Möglichkeiten, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

Meine drei Tipps:

  • Viel miteinander sprechen – ob per Telefon oder im Familienvideochat, Hauptsache du hältst Kontakt mit deinen Lieben und tauschst dich aus über alltägliches aber auch Gefühle zur derzeitigen Situation.
  • Wenn ihr am selben Ort wohnt, finde ich es schön, kleine Überraschungen wie zum Beispiel etwas Selbstgebackenes vor die Tür legen mit einem lieben Gruß.
  • Eine schöne Ablenkung sind gemeinsame, virtuelle Reisen, indem man Fotos und Geschichten austauscht und etwas zusammen träumt.
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