Führer waren es Mode-Zeitschriften, die uns beim Durchblättern der Seiten ins Zweifeln brachten. Ist mein Bauch zu dick? Meine Haare zu dünn und warum sehen meine Oberschenkel so breit aus? Heute sind es keine Fashion-Magazine mehr, sondern Social-Media-Plattformen wie Instagram, die uns und unsere Selbstwahrnehmung beeinflussen. Täglich sind wir auf den sozialen Netzwerken unterwegs und damit beschäftigt uns mit vermeintlich perfekten Profilen zu vergleichen. Ein Vergleich, der die eigene Wahrnehmung negativ beeinflussen kann. Warum das so ist und wie du dein Selbstbewusstsein trotz oder auch durch Social Media stärkst, das erfährst du hier.

Der Perfektionismus von Instagram und Co.

Ein Leben ohne Social Media, ohne Instagram? Heutzutage kaum vorstellbar. Viele von uns teilen fast täglich wichtige Momente unseres Lebens und verfolgen die der anderen. Damit konsumieren wir dauerhaft Beiträge, die uns zeigen, wie unser Leben aussehen könnte. Diese idealisierten Stereotypen demonstrieren oftmals einen Lifestyle, den die wenigsten von uns führen. Wenn wir sehen, dass unsere Realität nicht mit dem übereinstimmt, wie andere sie für uns ausmalen, beeinträchtigt das maßgeblich unsere Selbstwahrnehmung. Wir setzen uns utopische Ziele und träumen von Dingen, die kaum zu erreichen sind. Denn wenn du mal ehrlich bist, wer hat schon ein Jetset-Leben, indem immer alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt und man keine Sorgen oder Probleme hat? Aber nur, weil du nicht in den schicksten Restaurants isst oder die teuersten Klamotten trägst, bedeutet das noch lange nicht, dass dein Leben schlechter ist. Und nur, weil jemand einen gewissen Lifestyle präsentiert, heißt es noch lange nicht, dass er/sie ihn auch lebt. Denn was wir auf Instagram und Co. sehen, ist eine utopische und leider auch häufig viel zu oberflächliche Darstellung, die nicht der Realität entspricht.

Selbstdarstellung & Schönheitsideale

Die Haare glänzen voluminös in der Sonne, der Bikini sitzt wie angegossen und am ganzen Körper zeichnet sich nicht eine kleine Delle ab. So lassen sich die Bilder vieler Profile beschreiben. Und dann sind da plötzlich diese Selbstzweifel. Warum sieht sie so aus und ich nicht? Wie schafft sie das nur und was mache ich falsch? Hast du dir diese Fragen beim Scrollen deines Instagram-Feeds auch schon gestellt? Das brauchst du nicht. Denn während wir uns durch die Fotos klicken, vergessen wir, dass die häufig so spontan erstellten Schnappschüsse gar nicht so spontan sind. Hinter vielen Posts steckt stundenlange Arbeit: vom Konzept bis hin zur Bildbearbeitung. Die Haut wird retuschiert, das Licht so gewählt, dass man schlanker aussieht usw. Das hat häufig zur Folge, dass wir uns vergleichen und das Gefühl vermittelt bekommen, wir seien nicht gut genug. Wenn du wieder einen dieser Momente hast, dann halte dir vor Augen, dass es nur ein Foto ist und fang erst gar nicht an, dich mit etwas zu vergleichen, was nicht real ist. Denk daran, dass die meisten nur ihre besten und schönsten Momente posten und kein Leben nur aus Höhenflügen besteht. Nicht immer läuft alles gut. Nicht immer ist alles Sonnenschein. Und das ist auch gut so. Wenn du mal wieder einen dieser Momente hast, dann können dir diese Tipps helfen, um in kurzer Zeit einen Extraschub Selbstbewusstsein zu bekommen.

So kannst du dein Selbstbewusstsein stärken

Glücklicherweise besteht Social Media nicht nur aus Profilen, die vorgeben etwas zu sein. Löse dich von den Accounts, die alles nur perfekt in Szene setzen und dir ein schlechtes Gefühl vermitteln. Sobald du merkst, dass du aufgrund einer anderen Person beginnst an dir zu zweifeln oder dein Leben infrage stellst, dann entfolge ihr. Und wenn du doch mal wieder auf einem dieser Profile landest, dann sieh es eher als eine Art Unterhaltung und nicht als Maßstab für dein Leben. Nutze Social Media auf positive Weise und suche Inhalte, die dich inspirieren, zum Lachen bringen, stärken und letztendlich guttun. Mach dich frei von Schönheitsidealen und hör vielmehr auf dein Inneres und auf das, was dich glücklich macht. Leider schauen wir zu oft darauf, was andere über uns denken und vergessen dabei das Wichtigste: das Leben zu genießen. Denn letztendlich zählt doch nur das, was sich innerlich gut anfühlt, und nicht nach außen gut aussieht.