Ein schwaches Bindegewebe ist eine der Hauptursachen für Dellen an Oberschenkeln und Oberarmen. Doch ein schlaffes Gewebe ist noch viel mehr als nur ein weit verbreitetes Schönheitsproblem. Das Bindegewebe kann, wie auch unsere Muskeln, kontrahieren und verspannen. Bei einem verkrampften, verengten Bindegewebe wird automatisch der darunterliegende Muskel in seiner Beweglichkeit eingeschränkt und es kommt zu Schmerzen. Da das Bindegewebe alle unsere Organe und Muskeln umhüllt, können diese Schmerzen und Verspannungen sich im ganzen Körper ausbreiten, wie zum Beispiel in den Füßen, Armen oder auch im Rücken. Ein schwaches Gewebe beeinflusst somit die Beweglichkeit des Körpers. Daher ist es wichtig, dass wir mit den richtigen Maßnahmen gezielt stärken. Mit ausreichender Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung, der richtigen Pflege und speziellen Massagetechniken können wir das Gewebe nachhaltig unterstützen. Wir zeigen euch, wie ihr mit einem Igel- oder auch Massageball eure Haut strafft, Verspannungen löst und Schmerzen lindern könnt. Und das ohne viel Aufwand und bequem von der Couch.


Mit Massageübungen das Bindegewebe festigen

Zu den häufigsten Ursachen eines schwachen Bindegewebes gehören eine Unterversorgung des Gewebes mit Nährstoffen sowie eine Unterdurchblutung. Daher ist es wichtig, dass wir es mit den richtigen Nährstoffen versorgen und unsere Durchblutung anregen. Neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung, können spezielle Massagetechniken eine zusätzliche effektive Methode sein, um das Gewebe zu unterstützen. Denn Massagen haben nicht nur eine Wohltuende Wirkung indem sie die Muskeln entspanne, sondern regen auch die so wichtige Durchblutung an. Hinzu kommt noch, dass das Stoffwechselsystem der Haut angekurbelt wird. Somit können die Nährstoffe schneller transportiert und Schadstoffe besser abgestoßen werden. Ihr seht: Es lohnt sich, Massageeinheiten so häufig wie möglich in seinen Alltag einzuplanen.


Der Igelball: Massageübungen von zu Hause

Die wenigsten von uns haben die Zeit oder auch das Budget, mehrfach die Woche zum Masseur zu gehen. Die gute Nachricht, das müsst ihr auch nicht. Eine gute, schnelle und effektive Alternative bietet hier der Massage – mit dem Igelball. Denn der kleine Gummiball fördert dank seiner Noppen die Durchblutung der Muskulatur, Haut und des Bindegewebes. Und das Beste, die Übungen könnt ihr ohne Probleme immer und überall in euren Alltag integrieren. Ganz gleich ob am Arbeitsplatz, zu Hause auf der Couch oder im Urlaub: Dieses Training mobilisiert und entspannt zugleich. Hier kommen unsere Lieblingsübungen für eine effektive Selbstmassage.

Die Fußmassage

Wer kennt es nicht: Ihr kommt nach einem langen Tag gestresst und ausgelaugt nach Hause. Jetzt einfach nur auf die Couch und eine schöne Fußmassage. Mit dem Massageball geht das ganz unkompliziert und in wenigen Minuten, und es muss nicht einmal der Partner hinhalten. Alles was ihr tun müsst, ist die komplette Fußsohle und Außenseiten über den kleinen Gummiball hin und her zu rollen und etwas Druck zu erzeugen. Dabei seid ihr selbstverständlich barfuß. Setzt euch hierzu am besten aufrecht hin und platziert den Fuß auf den Ball. Führt die Übung etwa 60 Sekunden pro Seite durch.

Die Handmassage

Das viele Sitzen am Schreibtisch kann schnell zu Verspannung führen. Besonders das Arbeiten sowie das vielen Tippen am Computer machen sich oftmals durch unangenehme Spannungen auch in den Händen bemerkbar. Mithilfe der Greifübung könnt ihr diese verringen und eure Hände am Ende des Arbeitstages entspannen. Legt hierfür den Ball einfach in die offene Handfläche. Nun schließt die Hand und drückt den Ball leicht zusammen. Dabei sollte der Druck langsam ansteigen. Wechselt nach etwa 5 bis 8 Wiederholungen die Seite, pro Seite 2 Mal. Mehrmaliges Wiederholen sorgt dafür, dass sich die Verspannungen in den Händen lösen.

Die Armmassage

Um eure Muskeln im Arm sowohl zu stimulieren als auch zu erwärmen, rollt den Igelball mit geringem Druck an eurem Arm entlang. Dabei kann der Druck mit jeder Wiederholung verstärkt werden, sodass man auch die tieferliegende Muskulatur erreicht. Das ganze etwa 10 Mal Wiederholen und anschließend den Arm wechseln.