Ursachen für Cellulite: Wer sie bekommt und warum sie entsteht  

Fast alle Frauen haben sie: Orangenhaut. Nein, die kleinen Dellen auf der Haut haben nicht ausschließlich etwas mit Gewicht zu tun und sind auch keine Krankheit, sondern vielmehr ein Hautzustand, den man als störend empfinden oder auch akzeptieren kann. Diese Entscheidung ist dir überlassen und sollte auch nicht auf Grund von falschen Schönheitsidealen getroffen werden. Egal ob dick, dünn, kurvig oder athletisch: 90 Prozent der Frauen bekommen im Laufe ihres Lebens Cellulite. Doch woran liegt es, dass hauptsächlich Frauen betroffen sind und wie entsteht Cellulite? Wir nehmen die Orangenhaut unter die Lupe.


Es ist normal, Cellulite zu haben

Jede Frau trägt die Veranlagung für Cellulite in sich. Als Cellulite wird die dellenförmige Oberfläche vor allem an Oberschenkel, Oberarme und Po bezeichnet, die in der Regel bei Frauen auftritt. Unter Cellulite wird die Veränderung des Fettgewebes verstanden, die dann eintritt, wenn die Bindegewebsfasern an Elastizität verlieren. Von Natur aus ist das Bindegewebe von Frauen, welches die wärmenden und schützenden Fettzellen der Unterhaut umgibt, weicher und lockerer als bei Männern. Daher betrifft Organgenhaut auch hauptsächlich die Damenwelt.

Bei Cellulite unterscheidet man zwischen drei Formen, von schwach bis ausgeprägt. So gibt es die Dellen, die man sieht, wenn man sich in die Haut kneift, Dellen, die nur beim Stehen zu sehen sind, und dann die Dellen, die auch im Liegen sichtbar werden.[1]


Wie entsteht Cellulite?

Es gibt nicht den einen Grund, weshalb Frauen Cellulite haben. Vielmehr sind es viele verschiedene Faktoren, die hier zusammenspielen – von der Veranlagung, Ernährung bis hin zur körperlichen Aktivität. Aus biologischen Gründen haben Frauen ohnehin ein schwächeres Bindegewebe als Männer. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Haut sehr elastisch ist, damit sich das Gewebe bei einer Schwangerschaft gut dehnen kann. Die erhöhte Fettproduktion im weiblichen Körper ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für das schwächere Bindegewebe.

Denn die Unterhaut besteht aus sogenannten Fettläppchen, die durch Bindegewebsfasern voneinander getrennt werden. Da diese Fasern bei Frauen flexibler und weicher sind, bieten sie dem Druck des darunter liegenden Fettgewebes nur geringen Widerstand. So können sich die Fettzellen leichter zwischen die Fasern schieben, bis in die oberen Hautschichten vordringen und somit die Haut von außen sichtbar ausbeulen. Ein weiterer Grund für Cellulite sind unsere Gene: Die Stärke beziehungsweise Schwäche des Bindegewebes kann von Generation zu Generation vererbt werden.


Cellulite: Was hilft?

Cellulite wird zwar vererbt, dennoch gibt es auch ein paar Faktoren, welche die Struktur der Haut zusätzlich beeinflussen. Wer sich zu einseitig ernährt oder wenig bewegt, erhöht das Risiko, Cellulite zu bekommen. Sprich, je gesünder du dich ernährst und je regelmäßiger du dich bewegst, desto mehr kannst du Cellulite entgegenwirken. Kaffee, Nikotin und Alkohol setzen dem Bindegewebe zu, indem sie den Stoffwechsel stören und Fett sich schneller ansetzt. Auch die stabilisierenden Fibroblasten, die für die Produktion von Kollagen und Elastin verantwortlich sind, werden durch einen ungesunden Lifestyle beeinträchtigt.

Mit Silicium gegen Cellulite

Silicium spielt eine wichtige Rolle für das Bindegewebe. In Form von Kieselsäure ist es im menschlichen Körper für den Zellaufbau und das Zellwachstum verantwortlich und sorgt für einen gesunden Stoffwechsel im Gewebe. Indem es Wasser und Giftstoffe bindet, begünstigt Silicium den Abtransport schädlicher Stoffe und führt auf diese Weise zu einer straffen Struktur des Bindegewebes. Das Spurenelement kann über die Nahrung aufgenommen werden und steckt vor allem in Vollkornprodukten aus Hirse oder Hafer. Liegt ein Mangel an Silicium vor, kann es zu einer Bindegewebsschwäche kommen, die sich wiederum in Form von kleinen Dellen sichtbar macht. Mit einer regelmäßigen Einnahme, wie zum Beispiel einer 3-Monats-Kur mit Silicium, kannst du das Bindegewebe langfristig stärken.


[1] Google Books: Aktiv gegen Cellulite – Gesundheit & Medizin, Rudolf Weyergans, Schlütersche, 2002