Können Lebensmittel überhaupt glücklich machen?

Die Antwort ist: Ja, und wie! Tatsächlich haben Lebensmittel einen nachweislichen Einfluss auf unsere Stimmung. Was wir essen, kann die Art und Weise beeinflussen, wie wir mit Stress umgehen und unsere Wahrnehmung in bestimmten Situationen steuern. Dafür ist der Serotoningehalt in unserem Gehirn mitverantwortlich. 

Doch ganz so einfach ist es nicht. Es ist nicht nur entscheidend, was und wie viel wir davon essen, sondern auch, wie wir die Lebensmittel miteinander kombinieren. 

Tryptophan als Vorbote von Glück

Das Glückshormon hat einen Namen und es heißt: Serotonin. Wer jetzt glaubt, dass ein Schokopudding viel Serotonin enthält, irrt sich. Der Botenstoff wird im Körper erst hergestellt und kann somit nicht in dieser Form von außen zugeführt werden.

Hier kommt Tryptophan ins Spiel. Durch die Aminosäure Tryptophan wird die Serotonin-Bildung im Gehirn angeregt, das Ergebnis: wir fühlen uns entspannter und glücklicher. Natürlich ist hierbei die Menge und die Art und Weise entscheidend: Tryptophan kann z. B. die Serotoninbildung erst dann ankurbeln, wenn es in Verbindung mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln aufgenommen wird. Im Gegensatz dazu bremsen Eiweiße den Botenstoff Tryptophan aus. Die Kohlenhydrate aber werden im Körper zum großen Teil in Glucose umgewandelt, die wiederum die Insulinproduktion anregt. Insulin erhöht den Tryptophanwert im Gehirn, wodurch auch der Serotoningehalt steigt.

Neben Tryptophan können auch Bestandteile wie Vitamine B3 und B6, aber auch Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und Kalium stimmungsaufhellend wirken. Doch in welchen Lebensmitteln ist was enthalten und nach welchem Happy-Healthy-Food sollten wir ab jetzt Ausschau halten?

Essen, das glücklich macht. 

Bananen, Pflaumen und Ananas sind durch ihren hohen Tryptophan-Gehalt echte Glücksbringer. Außerdem sind sie schnelle Energielieferanten und enthalten wichtige Vitamine und Mikronährstoffe.

Kakao enthält nicht nur viel Tryptophan, sondern wirkt gleichzeitig antioxidativ. Das darin enthaltene Magnesium kann das Stress-Level senken und sorgt für ein Wohlgefühl. 

Lachs und Leinsamen haben eines gemeinsam: Sie sind eine gute Omega-3-Fettsäure-Quellen. Diese sind wichtig für den Gehirnstoffwechsel und sorgen dafür, dass Tryptophan ins Gehirn geschleust werden kann. Andere gute Omega-3-Quellen sind Lein-, Raps– und Olivenöl sowie Walnüsse.

Die Aminosäure Tyrosin ist ein Eiweißbaustein und kann u. a. die Leistungsbereitschaft und Motivation steigern. Sie ist in rauen Mengen in Linsen, Hühnchenfleisch und Cashewkernen enthalten.

Spinat, Brokkoli und Rote Beete haben nicht nur tolle Farben, sie sind auch richtig gesund und echte Glücklichmacher: alle B-Vitamine sind darin enthalten, die dazu beitragen können, bedrückte Stimmung zu heben.

Wer gerne scharf isst, kann sich auch glücklich schätzen. Durch den Verzehr von Chili und Pfeffer werden nämlich im Körper Endorphine ausgeschüttet.

Sie enthält zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente: die Hirse. Unter anderem einige B-Vitamine, die zum Beispiel Unruhe entgegenwirken können und eine extra Portion Silicium für schöne Haut, Haare und Nägel.