Eine Verbrennung an der Hand, eine Schramme am Bein, ein leichter Schnitt am Finger: Im Alltag können kleine Wunden schnell entstehen. Schnitt- und Schürfwunden sowie Verbrennungen zählen zu den häufigsten Verletzungen. Ob beim Kochen, beim Obst- und Gemüseschneiden oder auch beim Bügeln und Putzen – eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Damit du beim nächsten Mal besten vorbereitet bist, verraten wir dir, wie du Alltagswunden schnell und richtig behandeln kannst.


Das passiert bei einer Verletzung mit der Haut

Unsere Haut ist nicht nur das größte, sondern auch wichtigste Körperorgan mit vielfältigen Funktionen. So schützt sie den Körper zum Beispiel vor schädlichen Außeneinwirkungen, Krankheitserregen oder unterstützt den Körper bei der der Regulation der eigenen Temperatur. Jede kleine oberflächliche Verletzung schädigt die natürliche Schutzfunktion der Haut: Krankheitserreger können eindringen und es besteht die Gefahr von Entzündungen und Infektionen.


Man unterscheidet drei Arten von kleineren Alltagswunden:

  • Leichte Schürfwunden durch Stürze oder auch kleine Schnittwunden, die zum Beispiel beim Kochen passieren, gehören zu den sogenannten mechanisch bedingten Wunden.
  • Zudem gibt es thermische Wunden, die auf Grund von Verbrennungen oder auch Erfrieren der Haut entstehen.
  • Chemische Wunden hingegen werden durch Säuren oder auch Laugen verursacht und kommen somit eher seltener im Alltag vor.

Je nach Verletzungsgrad ist bei einer oberflächlichen Wunde die Oberhaut (Epidermis) und in einigen Fällen auch die Lederhaut (Dermis) betroffen. Wenn wir uns eine Hautverletzung zuziehen, setzt der körpereigene Wundheilungsprozess ein, um die Schutzfunktion aufrechtzuerhalten. Daher sollte die Wunde schnell behandelt werden, um mögliche Infektionen zu vermeiden und günstige Bedingungen für eine Wundheilung herzustellen.


Schritt für Schritt: Die Wunden richtig versorgen

Schritt 1: Wunde reinigen

Du hast dich verletzt und die Wunde blutet? Keine Panik. Lass sie ruhig einen Moment lang bluten. Denn auf diese Weise werden Krankheitserreger und Schmutzpartikel aus der Wunde herausgespült. Anschließend solltest du die Stelle unter fließendes lauwarmes Wasser halten, bis alle Fremdkörper entfernt sind. Sollten Steinchen, Holz- oder Glassplitter tiefer in der Wunde stecken, dann lass diese am besten von einem Arzt entfernen und zieh sie nicht eigenständig raus. Ganz kleine Splitter, die nur oberflächlich eingedrungen sind, kannst du vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.

Schritt 2: Wunde desinfizieren

Nachdem du die Wunde von allen Fremdkörpern bereinigt hast, muss sie nun desinfiziert werden. Du solltest immer ein geeignetes Wunddesinfektionsmittel in deiner Hausapotheke haben, um mögliche Entzündungen zu vermeiden. Ein Pflaster schützt die Wunde zudem gegen Erreger von außen.

Schritt 3: Heilungsprozess unterstützen

Nach der ersten Desinfektion kannst du den natürlichen Heilungsprozess mit einer Wund- und Heilsalbe unterstützen. Trage bei kleinen, oberflächlichen Wunden mehrmals täglich eine dünne Schicht auf die Wunde auf. Mittlerweile gibt es auch für kleinere Wunden Feuchtpflaster und -kompressen mit einer gelhaltigen Auflage. Der Hübner Original silicea® Balsam eignet sich ideal für die äußerliche Anwendung bei oberflächlichen kleinen Wunden, insbesondere kleinen Schnittwunden, Hautrissen, Schürfungen oder auch Kratzern. Die betroffenen Stellen mit dem Balsam betupfen und eventuell mit einem feuchten Gazestreifen überdecken.

Schritt 4: Wunde beobachten

Nun solltest du die Wunde im Blick behalten. Wie geht die Heilung voran? Kleine Verletzungen im Alltag heilen meist schnell von selbst wieder ab. Falls die Wunde innerhalb von acht Wochen nicht abheilt, eitert oder sich die Haut heiß anfühlt und rötet, solltest du einen Arzt aufsuchen, da es sich um eine Infektion der Wunde handeln könnte.


Juckt die Wunde, ist das ein gutes Zeichen

Eine Wunde, die heilt, juckt. Dies liegt an dem Histamin, das beim Heilungsprozess ausgeschüttet wird. Häufig verstärkt sich der Juckreiz mit der Krustenbildung. Sie ist ein sicherer Abschluss der Wunde und hemmt die Bakterienvermehrung. Daher gilt: Finger weg und nicht abkratzen. Denn durch das Kratzen können Erreger und Schmutz in die Wunde gelangen. Sobald die Wunde komplett verheilt ist, fällt die Kruste von allein ab.